21.10.2681
Wissenschaft aktuell
Strafprozess gegen "Dr. Change" zuende
Taustein (Samris)(ktdd) Der Prozess gegen den 76jährigen Mediziner und früheren Leiter der königlichen Charité zu Neu-Karlsbad, Prof. Dr. Charles van der Ballange, ging am Montag mit einem Schuldspruch des Angeklagten zu Ende. Die Richter befanden den bekannten Mutationstheoretiker in den meisten Anklagepunkten für schuldig, darunter: Körperverletzung in über 100 Fällen, Betreibung unerlaubter Forschungsprojekte, Bestechung, Import unerlaubter Wirkstoffe. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Arzt, der nach Bekanntwerden des Falles in der Bevölkerung den Beinamen "Dr. Change" erhielt, viele seiner Patienten vorsätzlich diverse biomutagene Behandlungen unterzog. "Die Beweggründe des Angegklagten waren niederträchtig und die Ausführung der Taten skrupellos. Aus egoistischem Forschungsdrang und absolut unverantwortlich nahm er das Leben seiner Schützlinge in die Hand, indem er ihnen weißmachte, dass eine andere Behandlung nicht Erfolg versprechend wäre," so die Worte des Staatsanwaltes. Dr. van der Ballange testete verschiedene selbstentwickelte Präparate an Patienten, "deren Überlebenschance durch Krankheiten praktisch 0 waren", so die Verteidigung. Ballange beteuerte immer wieder seine Unschuld und verwies darauf, dass er "unkonventionelle" Behandlungsmethoden, die vielleicht auch nicht immer alle legal waren, anwendete, um das Leben seiner Patienten zu retten. Dass eine Behandlung teilweise zu Mutationen unterschiedlicher Gewebestrukturen führte, sei eine Nebenwirkung mancher Medikamente und ein notwendiges Übel und die Patienten hätten eingewilligt. Die Verwendung von Genotrizin, einem im Haus Taesari nicht zugelassenem Wirkstoff, der stark mutationsanregend wirkt, begründete er mit der Notwendigkeit, durch Tumore zertörtes Gewebe ersetzen zu müssen. Dr. Change wird die Lizenz entzogen und er wird eine Haftstrafe von rund 20 Jahren verbüßen.
Aus dem markgräflichen Amtsgerichtssaal meldete sich Jane de Gaul
26.01.2682
Cantarus-Virus mutiert?
Spacity (Iota-Carinae)(kerr) Die Stadtverwaltung des Multiweltraumhabitats Spacity im Tureis-System hat eine Quarantänewarnung für eine der Krankenstationen der Allstadt herausgegeben. Der diensthabende Chefarzt Dr. Ray Jiola sagte: "Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, es besteht kein Grund zur Panik". Ein Reisender habe deutliche Symptome des Canatarus-Fiebers gezeigt und wurde diesbezüglich untersucht. Wie Dr. Jiola feststellte, zeigt der Virenstamm allerdings keine hundertprozentige Übereinstimmung mit dem Cantarus-Virus und kann womöglich eine Mutation desselben sein. In ersten Versuchen zeigte sich, dass bisherige Schutzimpfungen bei der Cantarus-Variante keine Wirkung zeigen. Der Patient konnte nur durch Nahhybernation stabilisiert werden. Da es bislang noch keine Erfahrung über Übertragungswege, Inkubationszeit und Krankheitsverlauf der neuen Fiebervariante gibt, hat Dr. Jiola vorsichtshalber die Krankenstation unter Quarantäne gestellt. Rund einhundert Personen sind hier isoliert, dazu zählen neben dem Personal und Patienten auch bereits einige Personen, zu denen der Reisende nach seiner Ankunft in Spacity Kontakt hatte. Der Frachter, mit dem der Patient unterwegs war, wurde bereits vorgestern von der ASTROPOLICE festgesetzt. Ein Team von Virologen ist aus der Zentralen Sphäre, um dem Chefarzt zu assistieren, aber vor allem um den Ursprung des Viruses herauszufinden. Der imperiale Cantarus-Experte Dr. Fimstet gehört ebenfalls zu diesem Team. "Das wäre die erste Mutation des Cantarus-Stammes", so Fimstet. Der Experte zeigte sich aber nicht besorgt. Es sei unwahrscheinlich, dass der neue Virus gefährlicher sei als der Originalstamm. Dennoch hält er die Quarantäne für eine Notwendigkeit und lobte seinen Kollegen Jiola für dessen zügiges und überlegtes Handeln.
Es berichtete Ronan Forster
21.05.2682
Wasser bei -170°C
Kalinidosia (Gaia)(ENA) Ekrainischen Wissenschaftlern ist es gelungen, eine chemische Substanz herzustellen, die den Gefrierpunkt von Flüssigkeiten erheblich senken kann. Das Chemiker-Team der "Unionsakademie" hat die flüssige Substanz "Cryotin" getauft und bereits in ersten Experimenten erprobt. "Wir haben in einer Cryokammer unseren Stoff ausgiebig getestet und konnten nun nach Jahren der Forschung als erste eine derart tiefe Temperatur für H20 im flüssigen Aggregatszustand erzielen. Bislang lag dieser bei -121,2°C bei Cry-M6. Wir haben einen völlig neuen Ansatz in der subatomaren Kombination unseres Cryotins angegangen und haben nicht versucht, M6 als Ausgangspunkt zu nehmen. Mit Cryotin erreichen wir nun -170,7°C," so der Teamleiter Christos Temitapolou. Dennoch gibt es noch Schwierigkeiten: Cryotin ist extrem flüchtig und kann lediglich in einem Spezialbehälter in kleinen Mengen gelagert werden. Zudem gestaltet sich die HErstellung kleiner Mengen Cryotin als recht kostspielig. Für industrielle Zwecke lohnt sich der Aufwand noch nicht, aber das Teamn hofft darauf, in ein paar Jahren die Produktion in großen und wirtschaftlichen Mengen zu ermöglichen. Mehrere Kühlsystementwickler zeigten sich bereits jetzt schon interessiert und wollen Lizenzen erwerben. Die Unionsakademie lehnte aber in typisch ekrainischer Manier ab: Es sei Aufgabe und Vorrecht von Temitapolous Team, die begonnene Arbeit zu Ende zu führen. Dieses hat nun aber erst einmal eine Zwangspause: Das Team ist auf Kongressen und Preisverleihungen unterwegs. Temitapolou dazu: "Ich kann es ja nachvollziehen, dieses ganze Brimborium darum herum, aber ehrlich gesagt vermisse ich mein Labor."
Es informierte Zorin Deryl
7.08.2682
Riesenspinne auf dem Vormarsch
Seira (Telkon)(kerr) Das Umweltkomissariat der Volksrepublik Telkon schlägt Alarm: Die laghavianischen Riesenspinnen (arachno gigantea laghavia), die vor rund 20 Jahren als Jungtiere eingeschleppt wurden, haben sich mittlerweile rasant vermehrt und werden für die telkonische Fauna zu einem ernsthaften Problem. Die Spinnen haben in der telkonischen Bärenratte ein bevorzugtes Beutetier gefunden, da diese in Höhlen hausen, ein für die Spinnen bevorzugter Nistplatz. Die mittlerweile ausgewachsenen laghavianischen Spinnen der ersten Generation wurden nun auch für Menschen zur Gefahr, was die Behörde auf den Plan rief: 2 Tote und mehrere Verletzte durch Spinnengift hat es in den letzten Monaten gegeben. Das Komissariat gab eine Warnung für Dörfer im Jono-Tal heraus. Dort solle man abends nicht mehr alleine und unbewaffnet aus dem Haus gehen, da die bis zu 5 Meter großen Tiere ihre Scheu vor der Zivilisation verlören und zunehmend in Menschennähe auftauchten. Die Umweltbehörde spricht von einer angehenden Plage und einer großen Gefahr für die ganze Kolonie. Das staatliche Jagdamt wurde angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen. Dort wird nun gemeinsam mit Zooologen von Laghavia ein Plan erarbeitet, wie diese Tiere am effektivsten zu jagen sind. Experten von Laghavia warnen alle, die sich auf eigene Faust auf Trophäensammlung begeben wollen: Die Intelligenz der Spinnen sei nicht zu unterschätzen. Unerfahrene Jäger würden sich in Lebensgefahr bringen. Daher bietet das Jagdbüro ab sofort Seminare und Kurse an, die sich mit der Erlegung der Laghavianischen Riesenspinne befassen.
von der Pressekonferenz des Komissariats berichtete Ikal Platquerclaq