21.10.2681
Der Kommentar
Der Fleck ohne Zukunft
von Außenweltkorrespondent Zorin Lofton
Yishima II ist der Fleck auf der vermeintlich weißen Weste des Sternenbundes. Für ein Reich, dass sich selbst für seine soziale Fortschrittlichkeit lobt und humanitäre Grundsätze als Prinzip des Handelns sieht, ist dieser Fleck sogar rabenschwarz. Die Regierung will nicht eingestehen, dass sie vor fast 6 Jahren einen schweren Fehler begangen hat, als man die Humanressourcen eines fernen und unbedeutenden - aber in der damaligen Situation strategisch günstig gelegenen - Planeten ausbeutete. Daher wird der Name Yishima im Menturi-Cluster totgeschwiegen. Was einfach zu bewerkstelligen ist, denn Nachrichten von dort dringen nur spärlich in die großen Netzwerke der Äußeren und Zentralen Sphäre. Es scheint ganz so, als hätte der Sternenbund schon längst beschlossen, die Welt aufzugeben. Die Zeit wird das Problem beseitigen. Die ältere Generation wird verschwinden, die junge Generation wird eine Welt ohne Zukunft verlassen und in die belebteren Regionen des Alls strömen. Die Krüppel werden bleiben und von vergangenen Zeiten träumen. Und dann wird der Fleck sich irgendwann von selbst reinigen und verschwinden.