21.10.2681
Was andere Blätter schreiben
Die große imperiale Wochenzeitung "Imperial Times" schreibt zur MBO-Anschlagserie:
Seine Hoheit der Imperator hat völlig recht: Eine Deeskalation muss her, und die MBO muss - nicht soll - denn Anfang machen! Lange schien es, dass der rote Terror beendet worden wäre, doch die Verbrecher sind immernoch da und ihre menschenverachtenden Methoden grausam wie eh und je. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, ehe die MBO wieder unschuldige Menschen schlachtet. Dies muss unter allen Umständen verhindert werden, und Richards hat die geeigneten Mittel zu finden. Den Terroristen muss klar sein, dass ihr vermeintlicher "Freiheitskampf" längst durch Aufklärungsmethoden seitens der Behörden entmystifiziert wurde und kein vernunftbegabter Marsianer hinter ihnen steht. Die Zeit der MBO ist abgelaufen.
Das Magazin "Mars Kompakt", größtes marsianisches Nachrichtenblatt, meint zum gleichen Thema:
Der Mars ist der Unruheherd des Imperiums - wieder einmal wird dieser traurige Aspekt des Planeten durch alle Nachrichtenkanäle hinausposaunt, als wäre es das einzige, was es von der einstigen Zuflucht der Menschheit zu berichten gäbe. Es ist ganz klar, dass es für andere Reiche ein Hochgenuss sein muss, zu sehen, dass das Imperium hier wieder und wieder versagt. Es ist eben packender, den Menschen im Sternenbund zu zeigen, seht her, das Imperium ist nicht so allmächtig, wie es zu sein immer vorgibt. Der innenpolitische Konflikt führt zur außenpolitischen Schwächung des Reiches und ist für den Mars selbst nur desaströs. Denn wen interessiert noch die oft bewiesene Innovationsfähigkeit des Roten Planeten, wie z.B. dieses Jahr in den Bereichen Recycling und Medizin, oder gar die vielen kulturellen Schätze aus den Anfängen der terranischen interplanetaren Raumfahrt und Kolonisation?
Der "Konzernkurier", Tageszeitung im Sternenbund, schreibt zum Wechsel im Vorstand von TRANSSTELLAR:
Verfrüht könnte sich bei TRANSSTELLAR-Angestellten die Freude über einen neuen Chef einstellen. Bei aller Kritik an Jerim Ramussen, er war ein Reformmotor des Unternehmens und ein Garant für einen stabilen Kurs. Er war es, der neue Inverstoren für TRANSSTELLAR gefunden hat und auch einen stetigen Aktienkurs nach oben garantiert hat. Eine Kooperation mit "Universal" wäre ein weiterer richtiger Schritt gewesen, und man mag sich fragen, ob dies nicht ein vorgeschobener Grund für die Entlassung war - und sich in Wahrheit Smith einem ihr unliebsamen Konkurrenten und potentiellen Nachfolger elegant entledigen wollte.